Deutschland. Mit dem Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet, dem ehemaligen Fraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen kandidieren drei Männer um den CDU-Parteivorsitz. Nach Angela Merkel und zuletzt Annegret Kramp-Karrenbauer wird die CDU-Spitze wieder mit einem Mann besetzt.
Trotz des Hahnenkampfes um den Vorsitz fordert die Frauen Union einen Schwerpunkt „auf die Gewinnung, Einbindung und Förderung von Frauen“. Mit Norbert Röttgen schließt sich einer der Protagonisten dieser Forderung an. Immerhin muss er, gegen den innerhalb der Partei beliebten Wirtschaftspolitiker Merz, punkten. Wobei beide sich durch die Corona-Pandemie sonst kaum in Szene setzen können. Anders sieht es bei Laschet aus, der Ministerpräsident des größten Bundeslandes ist und als besonnener Krisenmanager mediale Präsenz erhält.
Natürlich macht es Sinn knapp 50 Prozent der Bevölkerung besser einzubinden. Dennoch sollten die Damen beachten, dass eine höhere Beteiligung an Partei und Kandidaturen sich nicht zwingend im Parlament abbildet. Dies ist logisch, da in einer Demokratie nicht die Partei, sondern der Wähler das letzte Wort hat.