Berlin. Wie immer fordern die Grünen eine Stärkung der Opposition gegen autoritäre Regime. Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny ist ihr aktueller Sympathieträger. Der Anführer der russischen Fortschrittspartei sollte vergiftet werden. Die Täter und ihre Motive sind noch unbekannt.
Viele Grünenpolitiker sehen in Wladimir Putin den Urheber des Mordanschlags. Deshalb fordern führende Köpfe wie die Bundesvorsitzende Annalena Baerbock ein Ende von Nord-Stream 2. Wörtlich heißt es auf der Homepage der Partei „wir brauchen keine neuen Gaspipelines, sondern den Ausbau der Erneuerbaren und mehr Energieeffizienz.“ Hier wird der Gesundheitszustand des Kremlkritikers offensichtlich für die eigene Ideologie missbraucht.
Die Grünen besitzen ohnehin eine wankelmütige Ideologie. Innenpolitisch bekämpft man die neurechte AfD und den aufkommenden Neofaschismus. Außenpolitisch unterstützte man 2014 die Maidan-Proteste in der Ukraine. Damals vereinnahmten rechtsradikale Gruppen den Protest. Dennoch unterstützten die Bündnisgrünen die Bewegungen in Kiew unkritisch. Ähnliches scheint sich im Fall Nawalny zu wiederholen, da dieser an den rechtsextremen „Russischen Märchen“ teilnahm. Wann werden die Grünen auch außenpolitisch eine antifaschistische Partei?