Lichtkunst im Mainfeld

FrankfurtNiederrad. Es ist ein herrlicher Spätsommertag und die Sonne lädt ein sie zu genießen. Viele Menschen sind dieser Einladung ins Freie gefolgt. Man kann Kinderlachen hören und sie beim Spielen beobachten. Auch das Aufstellen von zwei Hebebühnen möchte an diesem Umstand nichts ändern.

Diese beiden Arbeitslifte dienen nicht der Instandhaltung einer der umliegenden Gebäude. Sie sind Hilfsmittel für eine künstlerische Aktion. Auf den Bauaufzügen stehen Beamer. Diesen Projektoren sollen bei Einbruch der Dunkelheit ihre ganze Bedeutung entfalten.

Am 11. September wurde im Mainfeld ein Luminalebeitrag nachgeholt. Gerade in einem multikulturellen Umfeld sind die Botschaften von gegenseitiger Toleranz und Respekt geprägt. Der Künstler Niko Neuwirth will Jugendlichen ermöglichen „zu Wort zu kommen: mit ihrer individuellen Message, ihren Wünschen und Träumen.“ Weiterhin geht der Künstler davon aus, dass die Jugendlichen im Mainfeld in ihrem „besonderen Mikrokosmos“ aufwachsen. Zurecht weist Neuwirth daraufhin, dass die Jugendlichen im Hochhausviertel genauso ein Bestandteil Frankfurts sind, wie ihre Altersgenossen in Einfamilienhäusern. Sozialkritisch vermutet er, dass die Suche nach einer Identität im Schatten der Banktürme schwieriger ist. Deshalb hat er mit „Mainfeld_speaks“ eine Plattform für die Stimme der Jugendlichen bereitgestellt.

Hätte die Luminale wie geplant am 13. März stattgefunden, hätte Neuwirth und seine Unterstützer wahrscheinlich ein breiteres Publikum erreicht. Allerdings fiel die populäre Lichtkunstveranstaltung wegen der Corona-Pandemie aus. Dennoch war es eine ansprechende und interessante Performance.

Veröffentlicht von cdeichert1

Im Jahr 2013 habe ich an der TU Darmstadt meinen Bachelor in den Fächern Politik und Geschichte erfolgreich absolviert. Dort folgte der politikwissenschaftliche Master „Governance und Public Policy“ im Jahr 2015. Derzeit studiere ich in Teilzeit meinen zweiten Masterstudiengang an der Fernuniversität Hagen. Der Titel des Studiengangs lautet: „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“.

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