Serienbeitrag: Soziales Engagement des Fußballs Teil 1 (DFB)

Deutschland. In dieser Artikelserie steht das soziale Engagement des Fußballs im Vordergrund. Den Auftakt bilden die Stiftungen des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB). Der zweite Artikel steht „im Zeichen der Lilie“ und dem Gesellschaftsbeitrag vom SV Darmstadt 98. Danach werden zwei Hamburger Projekte vorgestellt. Nämlich der Hamburger Sportverein und sein „Hamburger Weg“ sowie „MELTING POTT“ des Stadtrivalen FC St. Pauli. Der fünfte Teil bleibt geografisch im Norden und handelt von der SV Werder Bremen Stiftung. Danach folgt der FC Bayern Hilfe e.V. Den Abschluss der Artikelserie bildet die aktuelle „Auf jetzt“ Kampagne von Eintracht Frankfurt. Solltet Ihr eine Aktion vermissen, lasst gerne euren Kommentar da.

Der DFB und seine Stiftungen

Der DFB bezeichnet auf seiner Internetpräsenz den Fußball als Sport der sozialen Gegensätze. Fußball wird „in den kolossalsten Arenen der Welt“ und „auf den holprigsten Bolzplätzen“ gespielt. Laut eigenen Angaben öffnet es den Blick für soziale Unterschiede. Deshalb engagiert sich der Verband bei nationalen und internationalen Sozialprojekten. Der Zusammenschluss unterhält hierfür drei Stiftungen.

Die DFB Kulturstiftung wurde 2007 gegründet. Ihr Motto lautet „Fußball ist Kultur“. Die Begründung hierfür lautet, dass der Sport die Fantasie von Künstlern in allen Bereichen der Kunstszene anregt. Als Ziel definiert man die Unterstützung der Kunst mit Eigen- und Förderprojekten. Mit dem „Lese-Kicker“ vergibt man einen Preis an das beste Fußballkinderbuch und Fußballjugendbuch. Ebenso fördert man zwei aktuelle Ausstellungen. Im Günter Grass-Haus in Lübeck läuft die Ausstellung „Grass und der Fußball: Sonderausstellung mit WM-Originaltor“. Die Ausstellung ist eine Hommage an die Fußballbegeisterung des Literaturnobelpreisträgers. Die zweite Ausstellung findet in Saarbrücken statt. Es handelt sich um eine Freiluftausstellung mit dem Titel „zwischen Erfolg und Verfolgung“. Sie setzt sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinander. „Im Mittelpunkt stehen 17 deutsch-jüdische Sportler“ und ihre sportlichen Erfolge, aber auch ihr Leid und ihre Verfolgung.

Eine weitere DFB-Stiftung ist nach dem langjährigen Spitzenfunktionär Egidius Braun benannt und wurde 2001 gegründet. Sie steht unter dem Leitsatz „Fußball-Mehr als ein 1:0“ des Namensgebers. Die Stiftung hat Schwerpunkte in der Kinder- und Jugendhilfe. Ein Projekt ist das Kinderkinderhilfswerk für Mexiko. Weiterhin engagiert man sich in der Kindernothilfe in Osteuropa. „Das wirtschaftlich stärkste Projekt sind die Fußball-Ferien-Freizeiten“ in Deutschland. Hier werden Schüler*innen über den Sport an gesunde Ernährungsgewohnheiten herangeführt.

Die dritte und älteste Stiftung ist die Sepp-Herberger-Stiftung. Diese ist benannt nach dem Weltmeistertrainer von 1954. Damals wurde Deutschland beim „Wunder von Bern“ erstmals Fußballweltmeister. „Die Geschichte der ältesten deutschen Fußballstiftung beginnt am 28. März 1977“. Es ist der 80. Geburtstag des Kurpfälzer Kulttrainers. Das Geschenk des DFB für den Rekordnationaltrainer überbrachte der Verbandspräsident Hermann Neuberger. „Er gab die Gründung der Sepp-Herberger-Stiftung“ mit einem Grundstock von einer Million Mark bekannt. Die Ehe von Eva und Sepp Herberger blieb kinderlos. Deshalb wollte das Ehepaar ihr gemeinsames Vermögen für soziale und karitative Zwecke zur Verfügung stellen. Mit dem Tod von Eva Herberger wurde der Grundstock der Stiftung um das Privatvermögen erhöht. Die Tätigkeitsfelder liegen auf der „Resozialisierung von Strafgefangenen, Behindertenfussball, Schule und Vereine sowie das DFB Sozialwerk“.

Veröffentlicht von cdeichert1

Im Jahr 2013 habe ich an der TU Darmstadt meinen Bachelor in den Fächern Politik und Geschichte erfolgreich absolviert. Dort folgte der politikwissenschaftliche Master „Governance und Public Policy“ im Jahr 2015. Derzeit studiere ich in Teilzeit meinen zweiten Masterstudiengang an der Fernuniversität Hagen. Der Titel des Studiengangs lautet: „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“.