Köln. Die Karnevalssession 2020/21 wurde weitestgehend abgesagt. Einzig karnevalistische Kulturveranstaltungen sollen unter strengen Auflagen möglich sein. Der Straßen- und Sitzungskarneval soll nach Aussage des Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn sogar komplett ausfallen, weil die Corona-Schutzauflagen nicht eingehalten werden können.
Vor den Gesprächen mit der Landesregierung plädierten einige Vertreter der Karnevalsverbände sogar für einen kompletten Ausfall des nordrhein-westfälischen Karnevals. Der Grund für diesen radikalen Vorschlag ist die Befürchtung eines großen Imageverlusts, den der Karneval erleiden könnte, wenn es auf einer seiner Veranstaltungen zu einem großen Corona-Ausbruch kommen sollte.
Diesen Imageverlust hatte der Karneval in NRW bereits im Februar diesen Jahres erlitten. Damals wurde eine Karnevalssitzung in der Gemeinde Gangelt zum ersten Superspreading Event in Deutschland. Der Politik schlug eine große Welle der Kritik entgegen, weil sie das närrische Treiben trotz der beginnenden Pandemie nicht unterbunden hatte. Daneben kam es zum angesprochenen Imageverlust für den Karneval.
Dieses Risiko sind diesmal weder Politik noch die Karnevalisten bereit einzugehen.