Bremen. In der Artikelserie wird das soziale Engagement des Profifußballs durchleuchtet. Den Auftakt bilden die DFB-Stiftungen https://gesellschaft.online/2020/09/13/serienbeitrag-soziales-engagement-des-fussballs-teil-1/. Im zweiten Artikel geht es um den SV Darmstadt 98 und seinen gesellschaftlichen Beitrag https://gesellschaft.online/2020/09/13/serienbeitrag-soziales-engagement-des-fussballs-teil-2/. Der dritte Bericht dreht sich um den Hamburger Sportverein und sein Projekt „Hamburger Weg“ https://gesellschaft.online/2020/09/22/serienbeitrag-soziales-engagement-des-fussballs-teil-3/. Im vierten Teil der Serie geht es um den F.C. St. Pauli und um seine Förderkampagne „MELTING POTT“ https://gesellschaft.online/2020/09/22/serienbeitrag-soziales-engagement-des-fussballs-teil-4/. Auch der fünfte Teil der Serie bleibt im Norden der Republik. Denn diesmal geht es um den SV Werder Bremen und die Marke „WERDER BEWEGT – LEBENSLANG“, unter der der Club sein soziales und gesellschaftliches Engagement zusammenfasst.
Sponsorenkritik, aber „WERDER BEWEGT – LEBENSLANG“
Der SV Werder Bremen hat in den letzten Jahren mit seinen Sponsoren nicht das glücklichste Händchen bewiesen. So ist der Trikotsponsor Wiesenhof, mit Peter Wesjohann an der Spitze, weder für seine vorbildliche Tierhaltung noch für die gute Behandlung seiner Mitarbeiter bekannt. Auch die Wohninvest-Gruppe, die sich 2019 die Namensrechte am Weserstadion für zehn Jahre sicherte, gilt zuweilen als Immobilienhai. Dass sich die Kritik des Bremer Umfeldes in erster Linie gegen die Sponsoren im Einzelnen und nicht gegen die Kommerzialisierung im Allgemeinen richtet, spricht für sie. Es zeigt, dass die Bremer Fans den gesellschaftlichen Kontext, in dem ihr Verein steht, nicht aus den Augen verlieren.
So überrascht es wenig, dass der Verein, trotz der schlechten Sponsorenwahl, eine Vorreiterrolle beim sozialen Engagement des Profifußballs einnimmt. Bereits 2002 initiierte Klaus-Dieter Fischer, der heutige Ehrenpräsident das soziale und gesellschaftliche Engagement des SV Werder. Auf dieser Basis wurde die CSR-Marke „WERDER BEWEGT – LEBENSLANG“ ins Leben gerufen. Werder ist hierbei zusammen mit seinen prominenten Botschaftern aus Sport, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur von der lokalen bis zur internationalen Ebene aktiv.
„WERDER BEWEGT – LEBENSLANG“ erstreckt sich über viele verschiedene Bereiche, hierzu gehören u. a.: Inklusion, Kinder- und Jugendsport, Antidiskriminierung, Benefizveranstaltungen und Umweltschutz. Werder ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und steht deswegen nicht zufällig auf Platz 1 der Bundesligatabelle, wenn es um soziales Engagement geht. Dass Werder gewillt ist diese Position zu behalten, wird u. a. deutlich, wenn man sich Klaus Filbrys Antwort auf die Frage vor Augen führt, ob man durch die finanziellen Einbußen der Corona-Pandemie auch im Bereich des sozialen Engagements sparen wird: „Davor kann ich nur warnen, weil ich glaube, dass wir als Fußball identitätsstiftend sind, dass wir eine gesellschaftliche Vorreiterfunktion haben[……] Wir müssen unseren Beitrag zum Gemeinwohl leisten.“
Wenn Sie sich über „WERDER BEWEGT -LEBENSLANG“, über diesen Artikel hinaus, informieren wollen, dann finden Sie unter dem folgenden Link weitere Informationen: https://www.werder.de/de/werder-bewegt/ueber-werder-bewegt/unser-soziales-engagement.
Ein Kommentar zu “Serienbeitrag: Soziales Engagement des Fußballs Teil 5 (SV Werder Bremen)”