USA. Der designierte Präsident Joe Biden hat angekündigt mit dem „America First“-Ansatz zu brechen. Neben einer Reihe innenpolitischer Themen hat der ehemalige Vizepräsident einen neuen Stil in der amerikanischen Außenpolitik angekündigt.
Zunächst möchte Biden wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten. Dieser multilaterale Ansatz soll das globale Klimaproblem lösen. Nur bleibt abzuwarten, ob die USA konstruktiver handeln oder ihre eigene Stärke ausspielen wird.
Die neue außenpolitische US-Strategie wird auch Auswirkungen auf die amerikanische Innenpolitik haben. Im US-Wahlkampf 2008 wollte der republikanische Kandidat John McCain gegen den menschengemachten Klimawandel vorgehen. Seitdem leugnet seine Partei alle wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Klimapolitik.
Weiterhin muss man abwarten, wie der Demokrat Biden mit Rückschlägen seiner Politik umgehen wird. Der ehemalige Senator von Delaware möchte die Handelsbeziehungen mit China neuordnen. Nur wie wird der neue Präsident damit umgehen, wenn China Vereinbarungen bricht? Wird Biden dann mit Einschränkungen reagieren, um die republikanische Opposition zu beruhigen?
Auch auf die EU wird die amerikanische Politik Einfluss nehmen. Zur Zeit drängt Frankreich auf eine weitestgehend eigenständige europäische Außenpolitik. Wohingegen die meisten osteuropäischen Staaten auf eine enge Bindung an die USA setzen. Eine abwartende Vermittlerrolle nimmt zum Beispiel Deutschland ein. Es wird spannend wie sich die transatlantischen Beziehungen entwickeln.