Grüne Parteibasis stimmt für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Worum geht es?

Deutschland. Auf dem Bundesparteitag von Bündnis 90 / die Grünen wurde die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) mehrheitlich beschlossen. Das Parteimitglied und ehemalige Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte den Beschluss.

Nachteile des BGE

Der ehemalige Gewerkschaftsfunktionär ist der Meinung, dass ein BGE nicht durch eine höhere Steuer auf Vermögen und Erbschaften zu finanzieren sei. Weiterhin geht er von einer höheren Lohnsteuer und Mehrwertsteuer aus. Andere Kritiker befürchten, dass Löhne sinken und unattraktive Arbeiten nicht mehr verrichtet werden. Manche Ökonomen befürchten sogar, dass keine Arbeit mehr verrichtet wird. Wiederum andere Personen kritisieren, dass die Leistungenssumme eines BGE niedriger ist, als die bisherigen Leistungen des Sozialstaates.

Vorteile des BGE

Das BGE soll Armut bekämpfen und allen Menschen ein würdiges Leben ermöglichen. Daneben würde die individuelle Freiheit gestärkt, weil niemand mehr auf Arbeit zur Existenzsicherung angewiesen wäre. Weiterhin führt es zu mehr ökonomischen Sicherheit für die Bevölkerung. Ebenso bewahrt ein BGE in Krisenzeiten die Menschen vor finanzieller Not und Armut.

Ziele des BGE

Ein bedingungsloses Grundeinkommen soll jedem Bürger einen festen monatlichen Geldbetrag ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen. Der Betrag soll die Existenz sichern und die Kosten für Miete, Strom, Heizung und Lebensmittel decken. Das Grundeinkommen stünde jedem Bürger zur Verfügung. Dieses Konzept würde alle Formen des Sozialstaates ablösen. Es gäbe keine Sozialhilfe und kein Kindergeld mehr.

Veröffentlicht von cdeichert1

Im Jahr 2013 habe ich an der TU Darmstadt meinen Bachelor in den Fächern Politik und Geschichte erfolgreich absolviert. Dort folgte der politikwissenschaftliche Master „Governance und Public Policy“ im Jahr 2015. Derzeit studiere ich in Teilzeit meinen zweiten Masterstudiengang an der Fernuniversität Hagen. Der Titel des Studiengangs lautet: „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“.

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