Frankfurt. Am 29. Februar diesen Jahres war Fritz Keller, der aktuelle Präsident des Deutschen Fußball-Bunds, im „Aktuellen Sportstudio“ zu Gast. Es war der Tag, an dem der FC Bayern bei der TSG Hoffenheim mit 6:0 gewonnen hatte. Nach Schmähungen gegen Dietmar Hopp hatten die beiden Mannschaften in den letzten zehn Minuten des Spiels ein inszeniertes Ballgeschiebe veranstaltet. Fritz Keller wertete dies als wichtiges Zeichen der Solidarität. Eine Solidarität, die dem Mitbegründer des langjährigen DFB Premium-Partners SAP, exklusiv zuteil wurde. Allein das wirkt schon skurril, wenn man bedenkt welche Schmähungen Spieler, Trainer und Schiedsrichter regelmäßig erdulden müssen. Noch skurriler wirkt allerdings die damalige Überzeugung Kellers, dass man mit den Schmähungen gegen Hopp im deutschen Fußball „am Tiefpunkt angekommen“ sei.