Franz Beckenbauer die Zwielichtgestalt und das gekaufte Sommermärchen

Deutschland. Franz Beckenbauer war bei dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1974 der Mannschaftskapitän. In Rom 16 Jahre später war er Teamchef beim dritten WM-Triumph eines DFB-Teams. Kurz nach der Jahrtausendwende setzte sich der Kaiser für eine zweite WM-Endrunde in Deutschland ein. Doch durch welche Mittel gastierte „die Welt bei Freunden“?

Beim möglichen Kauf der Fußballweltmeisterschaft arbeiteten scheinbar zwei mächtige Player zusammen. Der eine Player ist der Deutsche Fußball-Bund als Dachorganisation des organisierten Fußballs in Deutschland. Der andere ist die CWL eine Sportmarketingagentur. Bekannte Persönlichkeiten des Unternehmens sind Günther Netzer und der verstorbene Medienunternehmer Leo Kirch. Aktuell leitet Philippe Blatter das Unternehmen. Blatter ist ein Neffe des ehemaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter.

Für Verschwörungstheorien bieten die beiden letztgenannten einen erheblichen Nährboden. Gerade die Männerfreundschaft zwischen Sepp Blatter und Franz Beckenbauer gilt als ein Hauptfaktor der WM in Deutschland. Am 21. Dezember 2015 wurde der Schweizer von Fifa-Ethikkommission gesperrt. Weil schweizerische Behörden wegen dem Verdacht der Untreue gegen den frischwiedergewählten Fifa-Präsidenten ermittelten.

Ebenfalls seit 2015 führen Behörden Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer. Es handelt sich um internationale Finanzermittlungen von amerikanischen, deutschen und schweizerischen Finanzbehörden. Deshalb führt auch der Fifa-Ethikrat ein Verfahren gegen Beckenbauer. Der Kaiser hat mehrfach betont, dass er als Chef des WM-Organisationskomitees „tausende von Dokumenten blanko unterschrieben“ hätte.

Veröffentlicht von cdeichert1

Im Jahr 2013 habe ich an der TU Darmstadt meinen Bachelor in den Fächern Politik und Geschichte erfolgreich absolviert. Dort folgte der politikwissenschaftliche Master „Governance und Public Policy“ im Jahr 2015. Derzeit studiere ich in Teilzeit meinen zweiten Masterstudiengang an der Fernuniversität Hagen. Der Titel des Studiengangs lautet: „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“.

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