Wir stellen uns kritisch den gesellschaftlichen Fragen der Zeit.
Mit diesem Ziel werden wir jeden Samstag neue Artikel online stellen. Viel Spaß beim Lesen.
- Schulschließungen als Mittel gegen die Corona-Pandemie?
Deutschland/Zürich. Eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich zeigt, dass Schulschließungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie wirken. Laut der Veröffentlichung wurde durch die Schließung der Schulen im März 2020 die Mobilität in der Schweiz um 21,6 Prozent reduziert. Daraus folgert der Studienleiter Professor Doktor Stefan Feuerriegel, „dass Schulschließungen ein Mittel sind, die Verbreitung zu verlangsamen, indem sie die Mobilität verringern“. Feuerriegel ist Professor für Wirtschaftsinformatik und in der COVID-19-Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsorganisation. Für die Studie wurden 1,5 Milliarden Telekommunikationsdaten ausgewertet. - CDU-Politiker möchten Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung nutzen
Deutschland. Mehrere Politiker der CDU fordern den Datenschutz bei der Corona-Warn-App zu lockern. Ziel dieser Lockerung ist es den Gesundheitsämtern zu ermöglichen Kontaktpersonen von Infizierten zu verfolgen. Mit dieser Forderung vollziehen die Unionspolitiker einen nachvollziehbaren und längst überfälligen Schritt. - Johannes Huber: Der Coronapopulist von der sozialnationalistischen AfDDeutschland. Johannes Huber ist der beste Beweis, dass in der Katholischen Universität Eichstätt-Ingoldstadt scheinbar Nächstenliebe nicht auf dem Lehrplan steht. Dort studierte der Bundestagsabgeordnete einst Soziologie. Huber gehört zu den 18 AfD-Abgeordneten, die rechtsextreme Mitarbeiter beschäftigen. Seine Büroleiterin Linn Deborah Kuppitz steht auch auf der Gehaltsliste von Jürgen Elsässer. Elsässer äußerte auf der Buchmesse in Leipzig 2018 sein Ziel bestehe darin, die Gesellschaft weiter zu spalten, um so „zum Sturz des Regimes beizutragen“. Hubers weiterer Mitarbeiter Tobias Teich ist ziemlich offensichtlich ein Anhänger der verfassungsfeindlichen „Identitären Bewegung“.
- Pennys (Schein-)Solidarität aus der WerbungKöln/Frankfurt. Der Discounter Penny verdeutlicht in seiner Werbung wie wichtig Solidarität in der aktuellen Pandemie ist. In der Fernsehwerbung wird zum Ende des Cartoons ein Mädchen gezeigt, dass einen Schokoweihnachtsmann an einen Obdachlosen verschenkt. Der passende Slogan des Kölners Einzelhandelsriesen ist „dann ist Weihnachten für alle“.
- Bensheim laut Bahn bei Corona-Pandemie gefährlicher als Frankfurt
Frankfurt/Bensheim. Das Foto stammt vom Bensheimer Bahnhof. Die Ablichtung zeigt die Beschilderung des Raucherbereichs und einen Aufkleber mit einem aktuellen Hinweis. Dieser Hinweis beginnt mit dem Appell „Liebe Reisende, schützen sich und Ihre Mitmenschen!“ Im weiteren Verlauf wird darauf hingewiesen, dass der Raucherbereich geschlossen ist. Die Schließung begründet die Bahn damit, „die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus weiter einzudämmen“. - Regierungskrise in Sachsen-AnhaltMagdeburg. Reiner Haseloff hat vergangene Woche den Innenminister Holger Stahlknecht entlassen. Daraufhin trat der geschasste als CDU-Vorsitzender in dem östlichen Bundesland zurück. Vorausgegangen war eine Debatte um den Rundfunkbeitrag und das Verhältnis zwischen CDU und AfD in Magdeburger Landtag.
- Franz Beckenbauer die Zwielichtgestalt und das gekaufte SommermärchenDeutschland. Franz Beckenbauer war bei dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1974 der Mannschaftskapitän. In Rom 16 Jahre später war er Teamchef beim dritten WM-Triumph eines DFB-Teams. Kurz nach der Jahrtausendwende setzte sich der Kaiser für eine zweite WM-Endrunde in Deutschland ein. Doch durch welche Mittel gastierte „die Welt bei Freunden“?
- Parteitag der AfD: National und SozialKalkar. Trotz der zweiten Corona-Welle fand der AfD-Parteitag als physisches Treffen statt. Die teilweise rechtsradikale Partei traf sich auf dem Messegelände in Kalkar. Rund 600 Delegierte aus der Bundesrepublik diskutierten über sozialpolitische Grundsätze. Obwohl man im Vorfeld erfolglos gegen die Maskenpflicht für den Parteitag geklagt hatte, kam es zu zwei Eklats, die nichts mit der Mund- und Nasenbedeckung zu tun hatte.
- Losdemokratie im hessischen AhnatalAhnatal. Im nordhessischen Ahnatal wurde zum ersten Mal ein Bürgermeister per Los entschieden. Im ersten Wahlgang hatte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit der Stimmen erhalten. Der CDU Amtsinhaber Aufenanger konnte 46,68 Prozent der Wähler überzeugen. Der SPD-Kandidat Hänes erreichte 45,1 Prozent der Stimmen.
- Grüne Parteibasis stimmt für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Worum geht es?Deutschland. Auf dem Bundesparteitag von Bündnis 90 / die Grünen wurde die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) mehrheitlich beschlossen. Das Parteimitglied und ehemalige Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte den Beschluss.
- Serienbeitrag: Soziales Engagement des Fußballs Teil 6 (FC Bayern München)München. In der Artikelserie wird das soziale Engagement des Profifußballs durchleuchtet. Den Auftakt bilden die DFB-Stiftungen https://gesellschaft.online/2020/09/13/serienbeitrag-soziales-engagement-des-fussballs-teil-1/. Im zweiten„Serienbeitrag: Soziales Engagement des Fußballs Teil 6 (FC Bayern München)“ weiterlesen
- Digitaler Parteitag der Grünen
Berlin. Bündnis 90 / die Grünen haben das Berliner Tempodrom für ihren Parteitag angemietet. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie wurde der Veranstaltungsort zu einer Art überdimensionalen Fernsehstudio. Die Delegierten kamen virtuell zu einem innovativen und modernen digitalen Parteitag zusammen. Diese kreative Lösung zeigt, dass man trotz Pandemie in der Lage ist, politische Prozesse in Angriff zu nehmen. Daneben lässt der Parteitag erahnen, welche Möglichkeiten eine sinnvolle Nutzung der digitalen Welt für unseren Alltag mit Corona bereithält. - Die Fußballländerspiele in der PandemiezeitFrankfurt. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga hat die Länderspielpause der ersten beiden Profiligen kritisiert. Besonders schwierig findet der Manager, dass „unterschiedliche Gefährdungslagen“ und „differenzierende behördliche Verordnung“ sowie Hygienekonzepte existieren. Seifert sieht dadurch den sportlichen Wettbewerb gefährdet. Nach Länderspielpausen mussten immer wieder Spieler in Quarantäne.
- Arsenal London ist dem Sports for Climate Action-Abkommen beigetreten
London. Der britische Haupstadtclub FC Arsenal engagiert sich weiter für Klimaschutz. Die Londoner haben sich der „Sports-for-Climate-Aktion“-Bewegung der Vereinten Nationen angeschlossen. Teil der Bewegung sind bereits das Internationale Olympische Komitee und der Weltfussballverband FIFA und der englische Fußballverband FA. - Biden will zurück zum multilateralen Ansatz in der US-Außenpolitik
USA. Der designierte Präsident Joe Biden hat angekündigt mit dem „America First“-Ansatz zu brechen. Neben einer Reihe innenpolitischer Themen hat der ehemalige Vizepräsident einen neuen Stil in der amerikanischen Außenpolitik angekündigt. - Biden entscheidet Wahlkrimi für sich
USA. Der frühere Vizepräsident Barack Obamas Joe Biden scheint die US-Präsidentenwahl für sich entschieden zu haben. Durch den Sieg in Pennsylvania sicherte sich Biden das Ticket in die Pennsylvania Avenue 1600. Im Weißen Haus muss der neue Präsident die tiefe Spaltung des Landes überwinden. - Ist die Regionalliga Südwest eine Profiliga?
Offenbach. Diese Frage wird aktuell heiß diskutiert. Die lautesten Stimmen in diesem Disput haben aktuell die Kickers aus Offenbach und Bayern Alzenau. Während die Offenbacher Kickers sich für die Einstufung der Regionalliga Südwest als Profiliga aussprechen und die Geschäftsführung der Regionalliga Südwest GbR dazu aufgefordert haben, sich dafür einzusetzen, dass die Regionalliga den Profistatus erhält, macht der Bayern Alzenau auf seiner Homepage bereits Stimmung für eine Saisonunterbrechung. - Droht den USA nach der Wahl ein Bürgerkrieg?
Washington D.C.. Am morgigen Dienstag finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt. In den Umfragen liegt Joe Biden ca. zehn Prozentpunkte vor Donald Trump. Damit ist der Vorsprung Bidens am Wahlvorabend deutlicher größer als der von Hillary Clinton vor vier Jahren. Clintons Vorsprung betrug damals nur noch 3,5%. Sicher ist der Sieg Bidens aufgrund des amerikanischen Wahlsystems dennoch nicht. Denn durch das Wahlmännersystem werden kleinere Staaten stärker gewichtet als größere. Hinzukommt, dass das Rennen in den meisten Swing-States weiterhin eng ist. Aus diesem Grund könnte Trump auch diesmal, trotz der geringeren Anzahl an Wählerstimmen, erneut zum Präsidenten gewählt werden. - Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt kritisieren „Lockdown-Light“Dortmund/Frankfurt. Die beiden Fußballbundesligisten Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund kritisieren den beschlossenen „Lockdown-Light“. Der Frankfurter Finanzvorstand äußerte sich kritisch in einem Interview im „kicker“. Borussia Dortmund schrieb einen offenen Brief an die eigenen Fans.
- Der Lockdown-light und seine WidersprücheDeutschland. Fast täglich vermeldet das Robert-Koch-Institut neue Rekordzahlen bei Neuinfizierten des Coronavirus. Deshalb sahen sich die 17 Regierungschefs aus Bund und Ländern zu einem „Lockdown light“ gezwungen. Hauptsächlich betroffen sind Einrichtungen im Kultur- und Freizeitbereich. Daneben soll es zu einer Verschärfung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum kommen.
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